FAQ - WÄRMEPUMPEN

Hier finden Sie Antworten zu den meistgestellten Fragen über Wärmepumpen. Sie haben keine passenden Antworten gefunden? Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.

 

Wie unterscheiden sich kompakte und Split Wärmepumpen?

Die Split-Wärmepumpe besteht aus einer Lufteinheit (luftsaugende Einheit mit Ventilator, Außenluftverdampfer, Verdichter und Expansionsventil = bewegliche Teile mit Geräuschentwicklung.

Das Innengerät befindet sich im Haus und besteht aus Verflüssiger, Umwälzpumpe, Regelung und Sicherheitstechnik und ist sehr leise. Unterschied zur kompakten WP: Das verdampfte Kältemittel muss von der Außeneinheit durch dünne Kältemittelleitungen zur Inneneinheit gelangen.

Split-Wärmepumpen bestehen aus zwei Außeneinheiten als Wärmequellen. Sie enthalten je einen Kompressor, Luft- und Wärmetauscher. Das Innengerät mit Wasserwärmetauscher und Steuersensoren verbindet beide Einheiten. Split-Wärmepumpen bieten bemerkenswert mehr Komfort als kompakte Wärmepumpen, für alle, die mehr Luxus möchten.

Kompakte Wärmepumpe: Alle Komponenten sind in einem Gerät, inklusive dem Tauscher. Es wird keine Kältemittelleitung gelegt.

Kompakte Wärmepumpen bestehen aus einer Basiseinheit, welches die gewünscht Temperatur im Pool erzeugt. Es muss ein Wasseranschluß bereitgestellt und die Stromversorgung installiert werden, fertig. Eine einfache und erschwingliche Lösung für jeden Außenpool.

Vor- oder Nachteile: Viele Meinungen, aber es gibt keine besser oder schlechter. Die Eibausituation, Platz, Außenfläche etc. sind hier die wesentlichen Kriterien. Natürlich ist eine Wärmepumpe nie geräuschlos, wenn man die enorme Luftleistung bedenkt. Deshalb sollten diese Überlegungen vor dem Kauf genau analysiert werden.

Wie gestalten sich Wärmeverluste?

Der höchste Verlustfaktor im Außenpool findet durch die Verdunstung statt und kann bei ungeschützter Lage sehr schnell ansteigen. Schon eine leichte Brise über der Wasseroberfläche sorgt für Verdunstung und damit zu Wärmeverlusten. Konvektionsverluste = der Wärmeübergang an Luft und Erdreich zusätzlich zur Verdunstung können 75% der gesamten Wärmeverluste betragen. Deshalb ist eine Dämmung des Beckens im Erdreich und eine Abdeckung sehr zu empfehlen.
Erfahrungswerte besagen, ohne Abdeckung des Außenpools sollte eine Wärmepumpe 3 x größer bemessen werden, womit auch 3 x mehr Energiekosten anfallen.

Wie funktioniert die Wärmepumpe?

Sie arbeitet nach einem thermodynamischen Prinzip, das eines der energieeffizientesten Systeme zum Heizen oder Kühlen von Wasser ist. Bei diesen Modellen handelt es sich um Luft-Wasser-Wärmepumpen, sie entziehen der Umgebungsluft Wärme und führen sie dem Beckenwasser zu.

Sehr vereinfacht gesagt funktioniert sie wie Kühlschrank, nur umgekehrt. Beim Kühlschrank wird Wärme von innen nach außen geleitet und bei einer Wärmepumpe von außen nach innen. 

Als Motor für die Luft-Wasser-Wärmepumpe dient die Umgebungsluft, und davon braucht sie viel. Grundsätzlich sind es 3 Kreisläufe, die ineinanderfließen 

1. Schritt im Kreislauf: Es wird viel Luft aus der Umgebung durch den Ventilator ansaugt und die Temperatur erhöht. Wie wird die Temperatur erhöht? Erklärung Im zweiten Schritt.  
Die Luft wird über ein Rohrleitungssystem geleitet, in dem sich ein frostsicheres Medium in flüssiger Form befindet, das Kältemittel. Es ist immer kälter als die Umgebungstemperatur und kann deshalb Wärme aufnehmen, auch bei Minustemperaturen im Winter, deshalb ist der Temperaturunterschied ausschlaggebend. 

2. Schritt im Kreislauf: Die so gewonnene Wärme wird an den zweiten Kreislauf, in dem Kältemittel fließt, abgegeben. Dort wird die Temperatur nun erhöht, denn Kältemittel verdampft schon bei sehr niedrigen Temperaturen und kann deshalb sehr gut Wärme aufnehmen, es kocht und verdampft dann. Der Kompressor in der WP verdichtet (komprimiert) den entstehenden heißen Dampf, dadurch entsteht ein hoher Druck, was die Temperatur extrem ansteigen lässt. 

3. Schritt im Kreislauf: Das im Kreislauf enthaltene Kältemittel (jetzt gasförmig) gibt die gewonnene Wärme an das zu beheizende System ab. Nach Abgabe der Wärme kühlt es wieder ab, steht aber noch unter sehr hohem Druck und zu warm, um schon wieder Wärme aufzunehmen. Es muss wieder abkühlen und den noch hohen Druck durch die Verdichtung ausgleichen.  

Der Abbau des hohen Drucks geschieht über das sogenannte Expansionsventil, man könnte es auch Entspannungsventil nennen. Jetzt kühlt es sehr schnell wieder ab und ist in seinem Aggregatzustand (flüssig) und kann deshalb erneut Wärme aufnehmen. Der Kreislauf beginnt von vorn. 

Wie schätzt man Betriebskosten ein?

Die Leistungszahl, der sogenannte COP-Wert = Coefficient of performance ist die Berechnung und bestimmt die Jahresarbeitszahl. Sie hat zum Ziel, die entstehenden Kosten abschätzen zu können. Ein hoher COP-Wert resultiert in einer hohen Jahresarbeitszahl und gibt das Verhältnis von verbrauchtem elektrischem Strom und nutzbarer Heizenergie ab.

Beispiel:

Bei einer Leistungszahl (COP) von 5,5 wird aus 1 Kilowattstunde elektrischer Energie 5,5 Kilowattstunden Wärme für den Pool. Das bedeutet, dass für die gleiche Heizleistung 25% weniger Strom verbraucht wird.

Vergleich verschiedener Wärmepumpen:

Die Angabe der Leistungsdaten müssen immer den gleichen Betriebspunkt haben, eine Angabe der Heizleistung oder Leistungszahl ohne diesen konkreten Betriebspunkt führt zu keinem Ergebnis oder einem Vergleich.

Was muss man bei der Leistungsfähigkeit und Effizienz einer Wärmepumpe beachten?

Zeigt sich in dem Bereich, in welchem die Leistung benötigt wird, also bei Temperaturen unter 10° C. Hier erfolgt die Aufheizung des Beckens und der Aufwand für die Temperaturhaltung ist jetzt am größten. Deshalb ist eine gute Leistungszahl (COP-Wert) wichtig, denn je höher, desto geringer sind die Kosten.

Welche Leistungsgröße wird benötigt?

Hier gilt es einige Faktoren zu beachten. Beckengröße- und Form, Skimmer oder Überlauf. Ein Becken mit Überlauf hat eine größere Wasserfläche und damit höhere Verluste, Lage des Pools, mit oder ohne Dämmung, mit oder ohne Abdeckung, Einsatztemperatur und Nutzungszeit, Wassertiefe, Wasserattraktionen, Personenzahl sind einige wichtige Aspekte.

Faustformel:

Bei einer Filterlaufzeit von 10 Stunden täglich rechnet man mit einem Leistungsbedarf von ca. 250 Watt pro Quadratmeter Wasserfläche. Ein Außenpool mit ca. 32 Quadratmetern abgedeckter Wasserfläche benötigt eine WP mit mindestens 8 kW Heizleistung bei einer Lufttemperatur von 16° C und Wassertemperatur von 25° C. Nutzungsperiode von April/Mai bis September/Oktober.

Sind Wärmepumpen für Eine Ganzjahresnutzung geeignet?

Microwell Wärmepumpen HP können mit Wintermodul ab -15°C arbeiten. Denken Sie aber daran, daß bei sehr niedrigen Temperaturen auch die Leistungszahl entsprechend sinkt und Wasser bei 0° C gefriert.

Kältemittelbefüllung der Microwell HP-Split-Wärmepumpen:

Sie sind für 10 m Kältemittelleitung vorgefüllt. Für jeden weiteren Meter wird 35 Gramm Kältemittel benötigt, was vom Kältefachbetrieb inklusive der Installation und Inbetriebnahme der Anlage auszuführen ist.

Wie stellt man die Split-Wärmepumpe auf?

Horizontal in einer Distanz von 30 m, vertikal in einer Höhe von 15 m ist die Platzierung möglich.

Eine Wärmepumpe braucht Luft, das ist sozusagen der Kraftstoff. Mindestens 2400 cbm pro Stunde. Eine Einschränkung führt zu Leistungsreduktion.

Gibt es eine Steuerung über WiFi?

Alle Premium Modell können mit WiFi ausgestattet werden. Standard ist das digitale Display an der Außeneinheit oder digitales Display am Wärmetauscher. Aber auch extern mit Verdrahtung ist möglich. Neu ist die Funksteuerung per WiFi.

Was muss man beim Wasserwärmetauscher beachten?

Der Wasserwärmetauscher kann ohne Box verwendet werden, wenn er innen platziert wird.

Wie wird eine Wärmepumpe berechnet?

 Hier möchten wir nur ca. Werte angeben und einfache Kurzformeln zur Orientierung.

Schwimmbad: Innenpool

Ist das Schwimmbad abgedeckt bei Nichtnutzung?

Welche Wassertemperatur wünschen Sie sich ?

Welche Lufttemperatur können wir annehmen?

 

Fußbodenheizung:

Für 10 m² benötigt man eine Leistung von ca. 500 bis 1000 Watt.

Wärmeverluste müssen berücksichtigt werden.

 

Für das Schwimmbad, hier ein Beispiel:

Auslegung Wärmepumpe mit Abdeckung:

Schwimmbadmaße 8,00 x 4,00 x 1,5 m Volumen 43,2 cbm.

Wärmeverlust ca. 2 Grad pro Tag.

 

Faustformel: Man benötigt 1,2 kW um 1 cbm Wasser um 1 Grad zu erhöhen.

Leistung Wärmepumpe =Volumen x Wärmeverlust / Laufzeit Leistung Wärmepumpe = 43,2 x 2 / 10 = 8,64 kW.

Wahl der Wärmepumpe 9 kW.

 

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